Wies’n oder Wiesn – Ja, wie denn nun? 

Wir haben vorsichtshalber nachgeschaut, um uns als waschechte Ostwestfalen sprachlich sauber auf die Oktoberfest-Saison und auf das Thema der aktuellen Branchenkampagne für den Deutschen Textilreinigungs-Verband vorzubereiten. Und wurden sehr schnell fündig, auf der offiziellen Website zur Wiesn. Genau. So schreibt sie sich! 

Münchner gehen auf keinen Fall auf die Wiese, auch nicht auf die Wiesen. Auch ein Apostroph hat hier rein gar nichts verloren. Denn Wiesn ist ein bairischer Singular und die Kurzform für den eigentlichen Namen des Geländes, auf dem das Oktoberfest gefeiert wird. Es heißt offiziell „Theresienwiese“, nach Therese von Sachsen-Hildburghausen benannt. Ihr und dem Kronprinzen Ludwig zu Ehren wurde hier am 17. Oktober 1810 ein herrschaftliches Pferderennen veranstaltet, fünf Tage nach ihrer Hochzeit. Das Pferderennen gilt als Vorläufer des Oktoberfests, das in diesem Jahr zum 183. Mal in München gefeiert wird – traditionell vom Oberbürgermeister von ‚Minga‘ und pünktlich zur Mittagszeit ‚ozapft‘. Ohne ‚g‘ übrigens! Schreibweisen wie ‚ogezapft‘ zählen zu den peinlichen Stilblüten.

Ein Dirndl geht schon!

Wie wir das Dirndl schreiben? Keine Frage! Da würden auch wir niemals ein ‚e‘ dazwischen mogeln. Denn die bisher in unserer Region eher unpopuläre ‚Tracht‘ ist inzwischen bundesweit – vermutlich weltweit – ein modisches Must-have. Der anhaltende Trend wird landauf landab und generationsübergreifend zelebriert, in der westfälischen Scheune genauso wie in der Großstadtdisko oder als nordische Hausparty. Wer stilecht mitfeiern will, hat sich längst ein fesches Dirndl gekauft oder eine echte Krachlederne. Und ab geht die Party! 

Waschecht? Eher nicht!

Waschbar – zumindest in der heimischen Maschine – ist die hippe Trachtenmode allerdings selten. Genau hier sind wir bei unserem eigentlichen Thema. Was passiert denn nun mit dem coolen Dirndl nach der Wiesn?

Nach der Gaudi schwupps in die Waschmaschine? Kein guter Plan! Das betonen die Meister/innen ihres Fachs aus der Welt der Textilpflege. Sie weisen daher rechtzeitig und ebenfalls vorsichtshalber darauf hin, dass sich der Gang in die Textilreinigung in jedem Fall lohnt. Denn ob teure Tracht oder günstig geschossene Mode: Professionell gereinigt sieht sie einfach länger so gut wie neu aus. Warum das so ist, erklären die Experten der Branche jetzt auf www.reinigen-lassen.com. Wir haben die Infos wie immer textlich aufgefrischt und schick gemacht.

Die Gestaltung der Werbemittel für die Herbst-Kampagne 2016 stammt von meiner Kooperationspartnerin Astrid Farthmann.

Beitragsbild/Foto Lena Wurm/fotolia