Vom Einzelnen
zum Ganzen

Systemisch, was heißt das eigentlich?

Kennen Sie die Geschichte von den blinden Männern, die zum ersten Mal einen Elefanten erleben? Es gibt diese Parabel in unterschiedlichen Versionen. So fragt im buddhistischen Gleichnis der Raja jeden Einzelnen: „Sag mir, was ist denn ein Elefant?“

Die Männer versichern ihm, er sei wie ein Topf, ein weicher Korb, eine Pflugschar, ein Kornspeicher, eine Säule oder gar eine Bürste. Sie sind uneinig, denn jeder hatte jeweils nur ein Körperteil berührt: den Kopf, das Ohr, ein Bein oder den Schwanz. Die Männer beginnen zu kämpfen, was den Raja erheitert.

Der Buddha hingegen erklärt, dass es keinen Sinn mache, sich zu streiten, da jeder nur seinen Teil der Wahrheit gesehen habe. Wenn sie jedoch ihre Vorstellungen zusammenfügten, kämen sie der Realität am nächsten.

Für mich ist dies eine wunderbare Metapher für eine systemische Betrachtung, in der wir die Dinge nicht nur aus einem Blickwinkel betrachten, sondern unterschiedliche Perspektiven schaffen – möglichst aus der Sicht aller Beteiligten. Da jede Sichtweise ihre Berechtigung hat.

„Ein System ist eine Ganzheit. Jedes Teil ist mit jedem so verbunden, dass jede Änderung eine Änderung des Ganzen bewirkt.“ (Virginia Satir) 

Das ist eine entscheidende Grundlage der Systemischen Arbeit. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass alle Beteiligten innerhalb eines Systems (eines Teams, Unternehmens oder einer Organisation) in einer ständigen Wechselwirkung zueinander stehen und entsprechend reagieren und miteinander agieren. Erst, wenn die Interessen aller gewürdigt werden, arbeitet ein Team barrierefrei, harmonisch, kooperativ und konstruktiv. Ein Dialog auf Augenhöhe wird möglich.

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Fotos: klammerfranz/photocase.de; PhioArt /photocase.de; fotolia/Syda Productions