Philosophie

Systemisch, was heißt das eigentlich?

Das erkläre ich gern mit einer kleinen Geschichte: der Parabel von den blinden Männern, die zum ersten Mal einen Elefanten erleben, und die in unterschiedlichen Versionen überliefert ist.

So fragt im buddhistischen Gleichnis der Raja jeden Einzelnen: „Sag mir, was ist denn ein Elefant?“ Die Männer versichern ihm, er sei wie ein Topf, ein weicher Korb, eine Pflugschar, ein Kornspeicher, eine Säule oder gar eine Bürste. Sie sind uneinig, denn jeder hatte jeweils nur ein Körperteil berührt: den Kopf, das Ohr, ein Bein oder den Schwanz. Die Männer beginnen zu kämpfen, was den Raja erheitert.

Der Buddha hingegen erklärt, dass es keinen Sinn mache, sich zu streiten, da jeder nur seinen Teil der Wahrheit gesehen habe. Wenn sie jedoch ihre Vorstellungen zusammenfügten, kämen sie der Realität am nächsten.

„Um klar zu sehen, hilft ein Wechsel der Blickrichtung.“ Saint-Exupéry

Für mich ist dies eine wunderbare Metapher für eine systemische Betrachtung, in der wir die Dinge nicht nur aus einem Blickwinkel betrachten, sondern unterschiedliche Perspektiven schaffen – möglichst aus der Sicht aller Beteiligten. Wobei wir nicht aus den Augen verlieren, dass jede Betrachtung mit individuellen Emotionen verbunden ist, die – so subjektiv sie auch sein mögen – stets ihre Berechtigung haben.

Wenn Sie mehr über meine Art der ganzheitlichen Beratung erfahren möchten, freue ich mich sehr auf den persönlichen Kontakt.

 

Fotos: klammerfranz/photocase.de; PhioArt /photocase.de; fotolia/Syda Productions