Life-Balance & ich bin zufrieden!

Er war mir fast schon in Fleisch und Blut übergegangen, der Begriff „Work-Life-Balance“. Sozusagen als Synonym für die Aufforderung zur Tat, Job und (Privat)Leben unter einen Hut zu bringen. Mit dem Konzept dahinter hatte ich mich, ehrlich gesagt, bisher gar nicht auseinandergesetzt. Umso spannender waren meine ‚neuesten‘ Erkenntnisse bei der Lektorierung einer aktuellen Betrachtung zu diesem Thema von der Autorin Barbara Hoffmann.

Work-Life-Balance. Gibt es die überhaupt?

Um diese Frage geht es. Das Ergebnis lautet: Nein, es gibt sie nicht! Umdenken ist angesagt – auch für mich. Dabei ist es einfach nachzuvollziehen, was uns die Expertin in Sachen Betriebliche Gesundheit erklärt.

Mir leuchtet ein: Arbeit und Privatleben sind alles andere als zwei Paar Schuhe. „Weil wir immerzu und überall präsent mit unserer Persönlichkeit, unseren Eigenschaften und Wünschen sind, können wir diese beiden Bereiche nicht voneinander trennen. Viel wichtiger ist es daher, unser Unwohlsein nicht immer auf den Arbeitsplatz, den Partner oder unsere Lebenssituation zu schieben“, erklärt Barbara Hoffmann, der es sehr am Herzen liegt, an dieser Stelle für Aufklärung zu sorgen.

Wir können unser Leben gestalten!

Macht Sinn, finde auch ich. Dinge, die uns stören, können wir aktiv verändern, zum Beispiel am Arbeitsplatz, wenn wir ihn oder unsere Kolleg/innen als krankmachend erleben. Kreativ, auf Augenhöhe und im ruhigen und freundlichen Umgangston. Wir sind keineswegs die Opfer ungesunder Lebensumstände und Rahmenbedingungen, sondern die Gestalter unseres gesamten Lebens. Dazu gehört die Arbeit als fester Bestandteil.

Das ist die Quintessenz: Warum wir statt über Work-Life-Balance zu reden, lieber über Life-Balance nachdenken sollten, erklärt Barbara Hoffmann in ihrem aufschlussreichen Blogbeitrag: Work-Life-Balance – Ja, das gibt es doch gar nicht.

 

Foto: knallgrün/photocase.de