Klima-Wandel in Leichter Sprache

Der Begriff ‚Klimawandel‘ bezeichnet langfristige Veränderungen der Temperaturen und Wettermuster, heißt es auf der Website der Vereinten Nationen. Die Gründe dafür können natürlichen Ursprungs sein; in erster Linie sei er jedoch auf menschliche Aktivität zurückzuführen: durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl oder Erdgas beispielsweise. Die daraus entstehenden Treibhausgase verursachen Emissionen wie Kohlendioxid. Und diese wiederum sorgen für den sogenannten Treibhauseffekt, der zu einer Temperaturerhöhung der Planetenoberfläche führt und somit zu Veränderungen des Klimas auf der Erde.

Das ist eine minimalistische Erklärung eines sehr komplexen Themas. Damit tatsächlich alle Menschen verstehen, worum es dabei geht – zumindest im Wesentlichen – gibt es die Leichte Sprache. Der Begriff Klimawandel ist derzeit in aller Munde und wird in den Medien häufig genannt. Daher haben wir ihn in den neuen MITTEILUNGEN, dem Magazin des Arbeitskreis Down-Syndrom Deutschland e. V., Bielefeld, einmal in Leichter Sprache erklärt.

Klartext für Menschen mit Behinderung

Unser Text wurde selbstverständlich vom Büro für Leichte Sprache der  Diakonischen Stiftung Ummeln geprüft. Denn erst nach der Prüfung durch sogenannte Prüfleser – Menschen aus der Zielgruppe – ist er anerkannt. Wie man in Leichter Sprache schreibt, beherrscht unsere Fachfrau Mareike Neumayer. Denn auch in der Unternehmenskommunikation wird diese Expertise zunehmend wichtiger.

Hätten  Sie es gewusst?

Texte in Standardsprache schließen bereit jetzt etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland aus, die aufgrund von Lernschwierigkeiten, Demenz oder geringer Deutschkenntnisse Probleme beim Lesen haben. Mit ihrem wissenschaftlich fundierten Regelwerk bietet die Leichte Sprache als spezielle Form des Deutschen einen Weg, möglichst viele Menschen zu erreichen. Und so verstehen es alle:

Klima-Wandel: Was bedeutet das?

Klima heißt:
Wie warm oder wie kalt es über eine lange Zeit ist.
Eine lange Zeit sind beim Klima 30 Jahre.
Das Klima verändert sich.
Es wird immer wärmer auf der Welt.

Warum wird es immer wärmer?
Die Luft besteht aus Gasen.
Die Gase sind wie eine gute Schutz-Schicht.
Die Gase lassen warme Sonnen-Strahlen rein.
Die warmen Sonnen-Strahlen bleiben in der Schutz-Schicht.
So hält die Schutz-Schicht warm.
Es gibt immer mehr Gase in den letzten Jahren.
Weil es zu viele Gase gibt, wird es zu warm.
Zu viele Gase sind nicht gut.
Zu viele Gase kommen zum Beispiel aus:
• Autos
• Fabriken
• Flugzeugen

Was passiert, wenn es zu warm wird?
Das Eis am Nordpol schmilzt und wird zu Wasser.
Im Meer ist dann zu viel Wasser.
Es gibt Überschwemmungen.
An anderen Orten wird es so warm, dass die Erde zu trocken wird.
Zum Beispiel auf Getreide-Feldern.
Bauern können dann weniger ernten.
Menschen haben zu wenig Wasser zum Trinken.
Es gibt mehr Stürme und Gewitter.

Können wir den Klima-Wandel stoppen?
Jeder kann mithelfen.
Es gibt viele Ideen, um den Klima-Wandel zu stoppen:
• Mit dem Zug, dem Bus oder dem Fahrrad fahren
ist besser als mit dem Auto fahren.
• Mehr Gemüse und weniger Fleisch essen.
• Das Licht ausschalten, wenn man es nicht braucht.
Das spart Strom.
• Lebensmittel kaufen, die aus der Nähe kommen.
Zum Beispiel Lebensmittel von einem Bauernhof in der Nähe.
• Bäume pflanzen.
Bäume helfen, dass Gase weniger werden.
• Weniger Müll machen.
Man macht weniger Müll,
wenn man zum Beispiel sein Pausen-Brot in eine Box packt
statt in eine Plastik-Tüte.

Text: Mareike Neumayer, geprüft durch: Alles klar für alle (Büro für Leichte Sprache), Diakonische Stiftung Ummeln; Illustration für Leichte Sprache: Lebenshilfe Bremen

Fotos: Olga Gorodetski, Jana Stein